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Sport und (überholte) Parteilinien
Nachfolgend ein Ausschnitt aus einem Presse-Artikel, in dem es zwar um den Schwimmsport geht, den man aber ohne weiteres auch auf unseren Sport umlegen kann:
[...] Den Erfolg, der Alex Baumann in Australien zum Trainer-Helden machte, hätte auch Kanada haben können, hätten seine Landsleute auf ihn gehört statt ihn zu verteufeln, weil er in einer fundierten Analyse festgehalten hatte, "dass man überholte Strukturen erst ändern muss, damit der Sport eine Wende zum Besseren machen kann!" Mehr hatte er nicht gebraucht. "Man hat mich verfolgt, als wäre ich ein Ketzer!"
Wenn man diese Worte hört, wird man unwillkürlich an Österreich und seine vielen Instanzen und Verbände erinnert, von denen sich Gründerväter und Nutznießer auch 50 Jahre nach dem Krieg noch immer nicht trennen wollen. Alles in eingefahrenen Bahnen und verkrusteten Funktionärsstrukturen. Ein Mann vom Format eines Alex Baumann täte auch Österreich mehr als gut, weil mehrfach vergoldete Praktiker und in mehrfachem Studium gebildete Sportwissenschaftler sich viel besser auskennen als Experten von vorgestern, die von längst überholten (Partei)Linien und (Sport) Prämissen in ihren Entscheidungen diktiert werden. Davon muss man sich lösen nach dem Vorbilde eines geborenen Sudetendeutschen, der in Kanada in Gold schwamm, ehe er Goldkinder in verschiedensten Ausführungen formte.
Wo aber gibt es so ein Kaliber - mit Verlaub - in Österreich? Gibt es überhaupt eines?
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